Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Dieses Mal war ich viel zu früh dran. Ich kletterte aus dem Wagen, als Christian Bau mir schon gegenüberstand. „Wolltest du nicht erst am Nachmittag kommen?“ Ich tat so, als hätte ich die Frage überhört. Vor mir stand ein straffes Programm: Audienzen bei vier der besten Köche Deutschlands. Jeder einzelne drei Sterne, die begehrte Höchstwertung im „Guide Michelin“. Bau, Erfort, Henkel, Wissler.
Perl-Nenning an der Mosel, Saarbrücken und zweimal Bergisch Gladbach. Knapp 350 Kilometer liegen zwischen diesen Orten. Jetzt war es gerade einmal 9 Uhr Vormittag und mein Rückflug ging tags darauf um 21 Uhr. Mein Plan: Um die kulinarischen Offenbarungen von vier solchen Kochgrößen zu vergleichen, muss man sie unmittelbar hintereinander und pur auf den Gaumen bekommen. Viel Platz für Terminverschiebungen gab es also nicht.
Dabei wäre das „Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg“ der perfekte Ort, um ein paar Stunden totzuschlagen. Mitten in den Weinbergen, abgeschieden vom Treiben einer Großstadt, völlige Ruhe und dann noch dazu das Gourmetrestaurant von Yildiz und Christian Bau. „In der Küche sind wir gerade mitten in der Vorbereitung“, meint Bau. „Gut, dann zeig mal, was deine Karte so hergibt“, sagte ich. Bau kramte etwas hervor. „Hier, mein neues Konzept, die Carte Blanche.“
Station 1 unserer Reise: Christian Bau komponiert Gerichte, die ihren Ursprung in der französischen Küche haben, aber gleichzeitig auch geprägt sind von asiatischen Einflüssen. Seine Carte Blanche entführt den Gast auf eine überraschende Entdeckungsreise durch die Bau-Kulinarik, ohne zu wissen, was auf ihn zukommt.
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