Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Was mussten die Schiffbrüchigen in Jules Vernes Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ nicht alles für Abenteuer durchleben. Auf der Nautilus kämpften sie unter dem Kommando von Käpt’n Nemo gegen eine Riesenkrake und einen Hai, sahen die Ruinen der versunkenen Stadt Atlantis und erreichten schließlich den Südpol. Nur selten durfte die Crew die Schönheit des bunten Treibens genießen, das sich ihnen unter Wasser eröffnete.
Knapp 140 Jahre nachdem Jules Verne seinen Roman niederschrieb, ist die Menschheit drauf und dran, die Meere wie einst Nemo wieder zu erobern. Ohne Kampf. Ohne Gefahren. Dafür mit umso mehr Genuss und noch größerer technischer Raffinesse. Nachdem auf den Malediven vor drei Jahren mit dem Ithaa um 4,3 Millionen Euro das erste Unterwasserrestaurant der Welt enstanden ist, tüfteln Architekten und Bauunternehmer an immer größeren, tieferen, luxuriöseren Projekten.
Tatsächlich ist es nur ein kleiner Kreis an Gästen, die man damit anspricht. Dafür ein umso exklusiverer. Das Ithaa auf Rangali Island bietet gerade einmal Platz für 14 Personen. Ausverkauft ist es trotzdem über Monate hinweg. Serviert wird neben Gourmetgerichten wie gebackenem Gemüse im Tempura-Stil mit Zimtgeschmack und mildem, rotem Curry vor allem ein Augenschmaus, der seinesgleichen sucht. Über eine blaue Wendeltreppe taucht man ein in das Lokal, das 5 Meter unter dem Meeresspiegel mitten in einem der schönsten Korallenriffe liegt. Nicht umsonst trägt dieses Restaurant den Namen Ithaa, zu Deutsch Perle. Es ist ein erhebendes und zugleich auch beruhigendes Gefühl, das sich hier breitmacht. Unsicher muss man sich nicht fühlen. Zwölf Zentimeter dick sind die Acrylbogen, die die gewellte, transparente Acrylglashaube tragen. Erhöhten Puls bekommt man, wenn überhaupt, nur bei einem Blick auf die Rechnung. Mit 150 Euro für ein Menü, exklusive Weinbegleitung, muss man schon rechnen. Angesichts des einzigartigen Genusserlebnisses aber keine Überraschung.