Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Es gibt eine gute Sache über das Fifteen zu sagen: Arbeitslosen Jugendlichen wird dort vom TV-Koch Jamie Oliver eine berufliche Perspektive geboten, dem Gast aber leider keine kulinarische. In Hackney gelegen, finden sich dort allerdings auch mehr die Fans aus aller Welt des englischen Bubikochs ein denn Gourmets. Deren Ausbleiben erklärte sich mir nach drei Gängen um insgesamt 53 Euro.
Zusammenfassend: Man stelle einen völlig unbedarften Menschen hinter den Herd, drücke jenem irgendeines der unzähligen Jamie-Oliver-Kochbücher in die Hand und voilá, genauso schmeckt es dann im Fifteen. Die Gerichte sind dabei weder sonderlich kreativ, dafür vollkommen überteuert. Nur der Wein schlägt proportional noch mehr zu Buche. Für 175 Milliliter (so steht es in der Karte) des Chardonnay Zwickl 2009 von Kirnbaum, Burgenland, werden 11,30 Euro verlangt.
Wer dann denkt, er sehe zumindest einmal Herrn Oliver persönlich zumindest vorbeihuschen, der irrt. Auf die Frage, ob er denn zufällig da sei, antwortet der nette Kellner: „Gesehen habe ich ihn erst einmal. Aber ich bin auch erst drei Monate hier.“ Verständlich, denn ich komme auch nicht wieder. Jürgen Pichler
15 Westland Place
GB-London N1 7LP
Tel.: +44 (0) 20/33 75 15 15
www.jamieoliver.com/fifteen-london