Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Alle waren sie da: Sophia Loren und Kirk Douglas, Geraldine Chaplin, Klaus Kinski, John F. Kennedy, Kronprinz Akihito von Japan und Claudia Schiffer – sie alle genossen das sommerleichte Leben auf der Insel Sveti Stefan in Montenegro. Dann kam der Krieg. Seit Jugoslawien Anfang der 90er-Jahre zerfallen ist, blieb auch auf der Insel kein Stein auf dem anderen. Vorbei war’s mit dem Luxushotel. Zunächst.
Juli 2010. Adrian Zecha, Gründer der Amanresorts und Ikone der Hotelindustrie, steht auf der 1,2 Quadratkilometer großen Insel, so, als hätte er gerade Amerika entdeckt. „Mit ‚Aman Sveti Stefan‘ weihen wir unser neues europäisches Flaggschiff ein“, posaunt er in die Adria hinaus. Eine hoch aufgetürmte Ansammlung steinerner Häuschen als die Neudefinition von purem Luxus? Ja. Während das historische Erscheinungsbild der Insel mit ihren drei Kapellen, den engen Gässchen und immergrünen Bäumen äußerlich nahezu unverändert blieb, wurde das Interieur einem 5-Sterne-Resort angepasst. Dazu kommt die bereits 2009 als Amanresort eingeweihte „Villa Milo“, eine frühere königliche Sommerresidenz aus den 1930er-Jahren.
Nicht unwesentlich beteiligt an der touristischen Liftfahrt nach oben ist Peter Munk. Er ist Initiator des ehrgeizigen Projekts Porto Montenegro und einer der erfolgreichsten Industriellen Kanadas. Was er anfasst, wird buchstäblich zu Gold, denn er ist Geschäftsführer der Goldproduktionsfirma „Barrick Gold“. Er hatte die Idee, in der Bucht von Kotor – ja, genau dort, wo die Schlussszene des vorletzten James Bond gedreht wurde – einen Luxushafen zu bauen: 24 Hektar umfasst er, Porto Montenegro der Name. Die Investitionssumme des Projekts wird mit umgerechnet gut 390 Millionen Euro veranschlagt. Der Hafen liegt im einstigen österreichisch-ungarischen Marinestützpunkt an der Küstenstadt Tivat, die man mittlerweile auch mit dem Flugzeug erreichen kann. Das hören Privatjet-Besitzer gerne.
"Abseits vom Schuss mausert sich Montenegro zur Luxusdestination.
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By the way: Gleich um die Ecke – in Kotor – wurde der „Palace Buca“, eines der ältesten Gebäude der Stadt, als „Boutique Hotel Astoria“ eröffnet. Betritt man die kleine, bescheidene Lobby, so möchte man meinen, in einem 5-Sterne-Bergwerk einzuchecken – eine kleine Luxushöhle.
Zurück zum Hafen: 85 Liegeplätze wurden bereits im Sommer 2009 eröffnet. 650 soll es insgesamt geben, davon 150 Plätze für Superyachten, die länger als 24 Meter sind. Neben dem Hafen entsteht ein kleiner Hafenort mit allem, was man zum Leben braucht: Wohnhausanlagen, Hotels, Restaurants und Bars, ein Sportzentrum, eine Kunstgalerie, ein nautisches Museum und ein Einkaufszentrum mit Feinschmeckerladen und Designerboutiquen. Traut man den Gerüchten, soll auch die Hotelkette „Four Seasons“ ihr erstes Haus am Mittelmeer im Porto Montenegro eröffnen. Ein bisschen wird das allerdings schon noch dauern. Inzwischen bleibt die Region ein Geheimtipp: Warum? Weil der Port auf vielen Seekarten noch als Sperrgebiet gekennzeichnet ist.
Monaco in Montenegro. Klingt doch wirklich plausibel. Auch für Brad Pitt und Angelina Jolie: Gerade sind sie mit dem Privatjet angeflogen, um mit ihrer fröhlichen Kinderschar an den Stränden zwischen Budva und Kotor zu spielen. Und wir wissen: Die beiden sind keine Kostverächter.