Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Mai 2011. Ich bin in Flandern. Was ich hier mache? Dessen bin ich mir selbst noch nicht ganz bewusst. Aber von vorne…
Es war an einem Montag. Das Telefon klingelte und am anderen Ende der Leitung meldete sich meine Freundin Evelyn. „Wir verreisen übers Wochenende!“ Ich dachte an eine kurze Auszeit in einem wunderschönen Wellnesshotel oder einen Kurztrip nach Barcelona. Aber auf die Frage, wohin, antwortete sie nur: „Belgien. Flandern.“ „Warum ausgerechnet dorthin?“ Die Antwort folgte wie aus der Pistole geschossen: 1. Hier ist alles aus Schokolade. 2. Liebt sie die Grachten. 3. Ihr Lieblings-Hollywood-Streifen ist „Brügge sehen… und sterben!“ und 4. Isst sie Pommes frites für ihr Leben gern. Klang alles durchaus plausibel – bis auf den letzte Punkt. Und ich konnte nichts anders mehr als „Ja“ zu sagen.
Somit war es besiegelt. Unser Ziel fürs verlängerte Wochenende ist also Flandern. Ich wusste, es liegt in Belgien und mein einziger Bezug zu diesem Land war Niklaas. Sie wissen schon, der Junge aus Flandern. Den mochte ich. Also packte ich meine sieben Sachen oder besser gesagt, zwei riesige Koffer. Da wir die Reise mit dem Auto antraten, blieb mir der Gang zusammen mit meinem Gepäck auf die feindliche Waage im Badezimmer erspart und ich konnte in meine Tasche stopfen, soviel ich wollte. Das war schon mal ein guter Anfang…