Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Das Dröhnen der schweren Maschine schwillt an, ein dumpfer metallischer Schlag gibt Gewissheit. Das Ende der Welt kommt immer näher. Endlich. Schließlich sitzt Mirko Reeh bereits seit acht Stunden im Flugzeug.
Es ist kurz vor Sonnenaufgang, als die Maschine in Johannesburg aufsetzt, nur ein kurzer Pitstop auf der Reise durch das wohl aufregendste Land auf dem gesamten afrikanischen Kontinent. Denn der Frankfurter Starkoch wird seine Homebase kurzzeitig in Kapstadt aufschlagen. Der Metropole, die es in den letzten Jahren schaffte, sich das alte Image eines geteilten Landes abzustreifen und in das junge, urbane Outfit einer Trenddestination zu schlüpfen. Eine Paillette des schillernden Kleides von Kapstadt ist das The Table Bay at the Waterfront. Ein Luxushotel mit direktem Blick auf die historische Victoria & Alfred Waterfront und den wohl beeindruckendsten Buffetts in der südlichen Hemisphäre: Das Frühstück wird auf einer Länge von 36 Metern präsentiert und es sind nicht weniger als 60 verschiedene Törtchen, Cremen und Puddings, die täglich beim High Tea auf Silber serviert werden. Executive Chef des Traditionshauses ist Dallas Orr, der Verbündete auf Mirko Reehs Reise durch Kapstadt und Südafrika. Er kennt die Elite hinter den südafrikanischen Herden, die Must-sees und die kleinen Geheimtipps des dreieinhalb mal so großen Landes wie Deutschland.
Einer der ganz Großen ist Mike Basset. Er ist der Executive Chef und Besitzer des Vineyard Hotel & Spa und schafft es, 35 Gerichte in sieben Gängen zu servieren. Gäbe es hier einen Guide Michelin, zwei Sterne wären ihm sicher. Seine Küche im Restaurant Myoga ist afrikanischer Basis mit einem Hauch von Worldcuisine on top. Basset spielt mit den Aromen und kreiert in seiner offenen Showküche außergewöhnliche Geschmacksnuancen, kombiniert süß mit scharf und Banane mit Koreander.
Fotos: David Smith, Shutterstock, 95 Keerom, Aubergine, Vineyard Hotel & Spa, Shutterstock, Singita Lebombo Lodge, Le Colombe, Ivan Volschenk from iPhotographic