Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Von einem festen Wohnsitz scheinen Sie nicht sehr viel zu halten. Oder wie kommt man sonst auf die Idee, jede Nacht woanders zu schlafen?
Vincent van Dijk: Ich wollte als Kind schon immer mal in einem Hotel wohnen. Als ich dann von Den Haag nach Amsterdam zog und keine Wohnung finden konnte, kam mir diese Idee: Ich darf umsonst in einem Hotel übernachten und berichte in meinem Blog (www.amsterdamslaapt.nl) darüber. Erst sah ich vor, ganz Holland zu bereisen, doch dann stellte ich fest, dass es in Amsterdam rund 370 Hotels gibt. Also blieb ich hier, gab meine Katze zu Freunden, warf Fotos, Bücher und Dokumente weg und packte alles, was ich noch besaß, in meinen Koffer.
Und die Hotels ließen Sie anstandslos übernachten?
Van Dijk: Die seriösen Hotels ja. Schließlich war es auch Werbung für sie selbst. Wenn mich ein Hotel nicht übernachten ließ, dann buchte ich mich eben als normaler Gast ein und konnte mich selbst überzeugen, warum ich nicht über sie berichten sollte. Glauben Sie mir, Bettwanzen sind so ziemlich das Bösartigste, was es gibt. Ich trat den Beweis an, genauer gesagt genau 15 Mal. Im Sommer war es auch schwer, ein Zimmer zu bekommen, da fast alle Hotels ausgebucht waren. Deswegen musste einmal eine Parkbank im Vondelpark als Bett herhalten. Und, was ich auch nicht wusste, sieben von zehn Hotels gehören chinesischen Familien. Die haben sich auch nicht gerne von mir besuchen lassen.