Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen. Zitat Max Stiegl. Unverfälscht und schonungslos ehrlich. So wie der Mann hinter den Worten. Eine Einstellung, die nicht jeder in der gehypten Welt der Gourmetküche teilen mag oder muss. Aber eine, für die Stiegl eintritt, die er ausnahmslos lebt. Vor allem bei dieser einen Sache, bei der Stiegl keinen Spaß versteht, wo für ihn keine Spielchen erlaubt sind: beim Kochen. „Es gibt einen Unterschied zwischen einem guten Einkäufer und einem guten Koch. Der eine kann Kaviardosen öffnen und einen Trüffelhobel schwingen, der andere kennt die Basis und weiß, warum bei uns in Österreich und Deutschland ein gut gemachtes Gulasch oder ein Rostbraten einem Thunfischsashimi vorzuziehen ist.“
Und wen wundert’s, Max Stiegl gehört von seinem Stil und Können zu den guten Köchen, hat das Bodenständige von der Pike auf in Golling bei Salzburg von Günther Abfalter im gleichnamigen Restaurant gelernt. Bei einem Metzger, der Koch wurde – prägend für Stiegl. „Alles, was an Fleisch zu uns in die Küche kam, wurde von uns selbst erledigt. Da lernt man das Produkt wirklich kennen und schätzen. Wenn man ein Tier schon schlachtet, dann ist es respektlos, gewisse Teile einfach unverbraucht zu lassen und den Wert nicht anzuerkennen. Jeden Teil davon und nicht nur die Edelstücke.“ Und genau diese in der Gourmet-Hierarchie verschmähten und am unteren Ende der allgemeinen Beliebtheitsskala befindlichen Stücke und Fleischteile sind dem gebürtigen Slowenen ans Herz gewachsen. Selbiges vom Lamm serviert er im Übrigen in seinem Restaurant „Gut Purbach“ im gleichnamigen burgenländischen Dorf als „Rahmherz mit Oliven-Brotknödel“.