Brüssel zum Anbeißen
Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.
Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.
Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.
Karin Krautgartner
Expat, Designerin und Naschkatze
Begonnen hat alles 1996 mit einem Erasmusjahr in Amsterdam, gefolgt von einem Praktikum. Damals lernte Karin Krautgartner den Designer Marcel Wanders kennen. Ein paar Jahre später holte Herr Wanders Karin für ein Projekt nach Amsterdam. Heute ist sie Head of Interior Design und entwirft Luxury Hotels.
Wo bekommt man die schönste Aussicht auf die Stadt?
Amsterdam erlebt man am besten auf dem Fahrrad oder im Boot, beides kann man mieten. Wenn man die Stadt lieber von oben sehen will, dann kann man sich auf das Dach des Wissenschaftsmuseums Nemo (Oosterdok 2) oder ins oberste Stockwerk der Zentralbibliothek (Oosterdokskade 143) in der Nähe des Bahnhofs begeben.
Ein Restaurant für ein romantisches Dinner bei Kerzenschein?
Pont 13 ist eigentlich ein Schiff, das zu einem Restaurant umfunktioniert wurde. Ein unglaublich romantisches Ambiente für Frischverliebte, vor allem bei Vollmond (Haparandadam 50).
Haben Sie auch ein Lieblings-Organic-Restaurant?
Proef ist ein Restaurantkonzept von „eating-designer“ Marije Vogelzang. Hier wird das Essen zum Erlebnis, wenn man seinen Bratapfel zuerst aus dem Keramikmäntelchen befreien muss oder merkt, dass der Paprika ein Tattoo hat. Sogar der Teller besteht aus zwei Teilen und eignet sich dadurch sehr gut zum Essenstausch mit dem Nachbarn (Gosschalklaan 12).
Ihr Tipp, wenn es in Amsterdam einmal regnet?
Am allerbesten einen Film im Art-Deco-Kino Tuschinski (Reguliersbreestraat 26–34) anschauen oder das holländische Herrenhaus Museum van Loon besichtigen (Keizersgracht 672).
In welchen Bars schauen Sie gerne auf einen Drink vorbei?
Die Bar Brecht ist ganz neu und ähnelt einem Wohnzimmer, in dem jeder Stuhl und jede Wand anders aussieht (Weteringschans 157). Wer es etwas cooler und moderner bevorzugt, geht am besten ins Lola’s (Kerkstraat 23) oder in die Minibar (Prinsengracht 478), wo jeder seinen eigenen Kühlschrank zugeteilt bekommt und verwaltet.
Wo kaufen Sie Ihre Mode ein?
Bei YDU, Young Designers United (Keizersgracht 447), gibt es unter anderem Kleidung von Barbara van der Zanden, meiner absoluten Lieblingsdesignerin. Schuhe kaufe ich am liebsten bei Betsy Palmer (Rokin 9–15) oder United Nude (125A Spuistraat) und wenn ich mal wieder was zum Verkleiden brauche, dann werde ich im Vintageladen Laura Dols (Wolvenstraat 7) wirklich immer fündig.
Man darf Amsterdam nicht verlassen ohne…
…ohne die mit Abstand weltweit beste und köstlichste, noch halbwarme Apfeltorte mit Zimteis (appeltaart met kaneelijs) in der Villa Zeezicht (Singel 161) gegessen zu haben. Ein süßes Kaffeehaus mit super Desserts!
Ivo van hove
Jurist, Vintage-Fan und Theaterdirketor
Eigentlich hat der Flame Ivo van Hove Jura studiert. Doch zog es ihn bald zum Theater. Seit 2001 ist er der Direktor der Toneelgroep in Amsterdam. Bei den Wiener Festwochen präsentiert er seine Inszenierung des Filmklassikers „Opening Night“ von John Cassavetes. Es geht um die Angst vor dem Altwerden.
Was gibt es Neues in der Kulturszene in und um Amsterdam?
Vor Kurzem eröffnete in unserem Theater Toneelgroep Amsterdam das neue Auditorium De Rabo Zaal. Bis zu 550 Menschen haben Platz im großen Saal. Die Akustik ist unglaublich und wenn man hier ein Stück sieht, dann fühlt es sich an, als wäre man mittendrin in der Geschichte und selbst ein Teil davon (Marnixstraat 427).
Welche Kunstrichtung bevorzugen Sie?
Schwer zu sagen, aber Filme liebe ich einfach. Unbedingt sehen sollte man, allein schon der Architektur wegen, das Tuschinski Kino, ein sehr spezielles und charmantes Jugendstil-Kino (Reguliersbreestraat 26-34).
Wo trifft man in der Grachtenstadt Künstler?
In der Bar oder im Restaurant des Stadttheaters Stanislavski am Leidseplatz. Das ist ein Ort, an dem man lesen oder schreiben kann, wo man Menschen trifft oder einfach nur zu Mittag oder am Abend isst. Eine Menge Leute aus der Künstler-Community sind dort (Leidseplein 26).
Wohin schicken Sie uns zum Einkaufen?
Zu den neun kleinen Straßen (De 9 straatjes) im Zentrum des Stadtviertels Jordaan. Eines der angesagtesten Viertel der Stadt. Hier findet man viele nette Boutiquen, von sehr billig bis sehr teuer.
Und Ihre Lieblings-Designer?
Eindeutig: Victor and Rolf. Ich kenne das Designer-Duo schon sehr lange. Noch lange, bevor sie bekannt wurden. Es ist faszinierend für mich, zu sehen, wie sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickelt haben und weltberühmt wurden (Herengracht 446).
Sau-Han Wong
IT-Expertin, Fashionista und Genießerin
Früher arbeitete Sau-Han Wong in der IT-Branche. Das war für Sie auf Dauer zu langweilig. Sie sattelte in die Fashion-Branche um. Seit kurzen importiert sie Mode von Designern aus Asien und verkauft diese in ihrem Fashion-Store Raibu.
Wie beginnt Ihr perfekter Tag in Amsterdam?
Mein perfekter Start in den Tag beginnt in der Bäckerei Bakkerswinkel Westerpark. (Regulateurshuis 1, Polonceaukade 1) Die haben ein traumhaftes Frühstück.
Welche Restaurants der Stadt mögen Sie am liebsten?
Das Hostaria in der süßen, alten Nachbarschaft Jordaan (Tweede Egelantiersdwstr 9) und L’Angoletto nahe Albert Cuypstraat im Stadtteil Pijp (Hemonystraat 18). Beide sind kleine Italiener mit authentischer Küche. Auch empfehlen kann ich die Pizza bei L’Angoletto. Ein gemütliches, kleines Restaurant mit einer offenen Küche und mit authentisch-italienischem Ambiente. Posters und Stickers von italienischen Stars, Bilder von Vespas und alten italienischen Autos hängen an den Wänden. Auf Niederländisch sagen wir zu so einem Lokal, es ist “gezellig“, also gemütlich.
Die schönste Aussicht auf die Stadt?
Vom Kaffeehaus im Dachgeschoss des Einkaufszentrums Bijenkorf. Auf der Dachterrasse kann man beinahe die alten Dächer angreifen. Erinnert mich an meine Tage in Toronto, wo ich auf der 25. Etage gearbeitet habe. Eine wirklich tolle Aussicht, von hier sieht man alles (Dam 1)!
Eine Terrasse, auf der man immer nette Leute trifft?
Die des Café De Prins nahe des Magna Platzes ist dafür am besten geeignet (Prinsengracht 124).
Was sollte man in Amsterdam unbedingt tun?
Ein Fahrrad ausleihen und vor sieben Uhr früh im Zentrum herumfahren. Die Stadt schläft noch und ist wunderschön. Am besten, wenn man nach einer richtig lustigen Party frühmorgens nach Hause fährt.
Flore Zoé
Fotografin, Kulturliebhaberin, Weltbürgerin
Flore Zoé gehört zu Hollands bekanntesten Kunst- und Modefotografinnen. Für die Insiderei schießt Flore „Bilder” ihrer absoluten Lieblingsplätze in Amsterdam und erzählt gleich dazu, was diese Orte für sie so besonders macht.
Was gibt es Neues in Amsterdam?
Im Stadtteil Watergraafsmeer haben die Besitzer des auf den Grachten schwimmenden Swimmingpools Bad Buiten zusätzlich noch eine richtig feine Terrasse eröffnet. Hier hat man einen beinahe kitschig-schönen Überblick über die Amstel (Korte Ouderkerkerdijk, t.o. 7).
Die coolste und angesagteste Bar in Amsterdam?
DeDoor 74 wegen der Cocktails (Reguliersdwarsstraat 74) und die Harry’s Bar ist auch sehr gemütlich (Spuistraat 285). Der Club NL ist super zum Tanzen (Nieuwezijds Voorburgwal 169), hier kann man so richtig abshaken. Im Jimmy Woo (Korte Leidsedwarsstraat 18) ist es auch immer wieder richtig nett. Hier bin ich sehr gerne. Super Ambiente bietet auch der Supperclub, finde ich (Jonge Roelensteeg 21).
Wo finden richtig coole Parties statt?
Da gibt es eigentlich nur einen Tipp: Im Studio 80 (Rembrandtplein 17) spielen sie super House Musik. Wer diese Musikrichtung mag, ist hier goldrichtig!
Wo kann man am besten ausspannen?
Das kommt natürlich immer ganz auf die Stimmung an. Bei Schönwetter kann man sich zum Beispiel im Beatrixpark oder im Westerpark herrlich entspannen. Wenn man total relaxen möchte, aber sich nicht zwingend ins Gras legen möchte, dann empfehle ich den Spa Zuiver Amsterdam (Koenenkade 8). Hier wird man nach Strich und Faden verwöhnt.
Was tun, wenn es in Amsterdam einmal regnet?
Man darf sich vom Regen den Aufenthalt in dieser tollen Stadt nicht verderben lassen! Am besten ist es, für alle Fälle immer einen Hut in der Handtasche dabei zu haben und zum Beispiel einen Spaziergang zur Galerie FOAM zu machen, um eine interessante Fotoausstellung zu sehen. (Keizersgracht 609)
Wo kann man richtig gut essen in Amsterdam?
Das Lion Noir, weil es so verdammt gut dort schmeckt (Reguliersdwarsstraat 28), Dynasty aus dem gleichen Grund und weil es mein Lieblingsrestaurant ist (Reguliersdwarsstraat 30). Im Bird gibt es köstliche Thai-Küche (Zeedijk 72-74), ins Sichuan Food gehe ich chinesisch essen (Reguliersdwarsstraat 35), ins Café Kale auf ein gemütliches, saftiges Steak (Weteringschans 267), im Wilhelmina-Dok kann man köstlichen Fisch mit Meerblick genießen (Noordwal 1). MOMO (Hobbemastraat 1) und Okura (Ferdinand Bolstraat 333) sind zwei gute Japaner. Sie sehe,n für jeden Gusto gibt es in Amsterdam das perfekte Restaurant.
Die schönste Aussicht?
Bei einer Bootstour in der Gracht sieht man die Stadt von einer ganz anderen Perspektive aus. Auch die Aussicht vom letzten Stockwerk der öffentlichen Bücherei ist wunderschön, denn von dort aus überblickt man die ganze Stadt.
Esther Blaffert
Shopping-Fan, Unternehmerin und Trendsetterin
Gemeinsam mit Paulien de Vries gründete Esther Blaffert “Friday next“, den derzeit meistgelobten Design Concept Store in Amsterdam. Hier bekommt man fast alles: von Kaffee und Kuchen bis zur Einrichtung, Schmuck und sogar Fahrräder. Uns zeigt Esther Blaffert, was man in Amsterdam so unternehmen kann.
Wo macht Ihnen Einkaufen in Amsterdam am meisten Spaß?
Auf all den Märkten, die es in Amsterdam gibt. Da haben wir zum Beispiel, um ein paar zu nennen, den Blumenmarkt (Singel zwischen Rokin und Leidsestraat, täglich von 9.30 bis 18 Uhr), den Antikmarkt De Looier (Elandsgracht 109, Di bis Sa, 11 bis 17 Uhr), den Büchermarkt (Oudemanhuispoort, Mo bis Sa, 10 bis 16 Uhr) und den Secondhandmarkt Noordermarkt (Stationsplein, Mo bis Sa, 9 bis 15 Uhr). Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei!
Welche Gegend in Amsterdam ist derzeit angesagt?
Amsterdam West und Oost, denn hier ist immer etwas los. Diese Viertel sind in den letzten Jahren förmlich aufgeblüht und zu richigen Hotspots avanciert.
Wenn Sie abends ausgehen, wo startet die Nacht und wo endet sie?
Meistens starte ich im George WPA (Leidsegracht 84), einem angesagten und modernen Club und ende irgendwann eigentlich immer in der Zebra Lounge (Korte Leidsedwarsstraat 14). Hier kann man den Abend perfekt ausklingen lassen.
Ihre Restauranttipps in Amsterdam?
Mein absolutes Lieblingsrestaurant ist das Gent aan de Schinkel. Es hat eine nette Terrasse und köstliches Essen. Dieses Restaurant ist für mich einfach unschlagbar gut. (Theophile de Bockstraat 1). Sonst gehe ich am liebsten in The French Cafe (Gerard Doustraat 98), um guten Kaffee zu trinken. Ein schönes, romantisches Restaurant ist auch das Cucina Casalinga (Stadionweg 271). Wenn es mal etwas günstiger sein soll, kann ich De Pizzabakkers sehr empfehlen (Haarlemmerdijk 128). Angesagt ist derzeit Nina’s Kitchen (Soendastraat 8–3) und ein gutes organisches Restaurant ist das Restaurant AS (Prinses Irenestraat 19).
Wo kaufen Sie Ihre Mode ein?
Meine Mode kaufe ich bei Sky (Herengracht 228), Scotch & Soda (Huidenstraat 3-5) und G-Star ein (P Cornelisz Hooftstr 28).
Die beste Zeit, um sich Amsterdam anzusehen?
Ganz klar, in der Nacht ist Amsterdam am aufregendsten. Unmengen toller Bars und Clubs gibt es in dieser lebendigen Stadt.
In welcher Bar genehmigen Sie sich gerne einen Drink?
In der Hotelbar des Hotels de L’Europe (Nieuwe Doelenstraat 2–14). Edles Ambiente, super Drinks und mitten im Zentrum.
Ihrer Meinung nach kann man Amsterdam nicht ohne… verlassen?
Ohne Tulpen kann man Amsterdam nicht verlassen!
Das „Sofitel Legend The Grand Amsterdam“ hat den Namen nicht umsonst: Das Haus ist legendär und hier werden auch Mythen wahr.
Es stimmt. Den Fliegenden Holländer gibt es wirklich und mit ihm kann man auch einige der erlesensten Malts der Welt genießen. Oder besser gesagt in der gleichnamigen Bar des „Sofitel Legend Amsterdam The Grand“. Diese ist aber nur ein Highlight des Luxushauses, das zwischen idyllischen Kanälen im Herzen von Amsterdam liegt. Im geschichtsträchtigen Bau befindet sich nämlich auch die erste „Raw Bar“ der Niederlande. Hier dreht sich alles um rohe Frische: Austern, Carpaccio, Tatar und Hummer werden hier von passionierten Chefs zubereitet. Der Liebe zum Detail hat sich auch Aurélien Poirot verschrieben.
Er ist der Chefkoch des gefeierten „Bridges Restaurant“, Amsterdams erste Adresse für Meeresfrüchte. Poirot zaubert hier Innovatives aus frischen Bio-Zutaten. Grandios: Der private Saal beinhaltet eine Vinothek mit französischen und amerikanischen Weinen. Doch nicht nur einzigartige kulinarische Erfahrung machten das „Sofitel Legend Amsterdam The Grand“ legendär. Das ehemalige Kloster verbindet elegantes Design mit 5-Sterne-Ausstattung: Die 177 Zimmer strahlen historische Eleganz aus, sind jedoch durch zeitgenössisches Design top-modern. Die luxuriösen 52 Suiten sind mit Lounge und Top-Blick über die beschaulichen Kanäle, den Garten oder den Hof ausgestattet. Das 5-Sterne-Hotel ist einfach eine Legende. Fragen Sie den Fliegenden Holländer…
Kontakt:
Sofitel Legend Amsterdam
The Grand Oudezijds Voorburgwal 197
NDL-1012 EX Amsterdam
Tel.: +31 (0) 20/555 31 11
H2783@sofitel.com
www.sofitel.com
Fotos: Ernst van Deursen, Shutterstock, Ewout for Restaurant Mazzo, Tourism Amsterdam for Museum Van Loon, Proef Amsterdam/Marije Vogelzang, Restaurant Minibar, courtesy of Karin Krautgartner, beigestellt, amke, Jet van Fastenhout, Raibu Fashion/Sau-Han Wong, Hotel Okura Amsterdam, Bad Buiten Amsterdam, Ewout for Supperclub, Ivo van Hove/Jan Versweyveld, Flore Zoé, Daria Scagliola & Stijn Brakkee, Hotel De L’Europe, courtesy of Paulien de Vries and Esther Blaffert, the founders of concept store Friday next, beigestellt, Le Grand Amsterdam