Tipps des Monats

BRUSSELicious 2012

Brüssel zum Anbeißen

Im Jahr 2012 ist Brüssel zum Anbeißen - im wahrsten Sinn des Wortes. Das diesjährige Fein-
schmeckerjahr verspricht kulinarische Freuden und eine spannende Aus-
einandersetzung mit der vielfältigen Küche der EU-Hauptstadt. Dazu gehören u.a. die Klassiker "Moules & frites", Waffeln und Weinbergschnecken, aber auch Neuinterpretationen innovativer Küchenchefs, die unglaubliche Kreativität der vielen Chocolatiers und nicht zuletzt das "savoir vivre" der Brüsseler.

Neue, außergewöhnliche und innovative Events bilden zusammen mit der lebendigen Gastronomie "Brusselicious" - das Jahr der Gastronomie.

Mehr Infos zu dieser Veranstaltung finden Sie auf www.flandern.at.

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Das Sagenhafte Epizentrum der Australischen Küche

Albert Einstein wirkt auch um 7 Uhr morgens auf seinem Fahrrad höchst fidel. Das Grüppchen Leute zwei Meter neben ihm – allesamt mit dem empfohlenen bequemen Schuhwerk an den Füßen – scheint der frühen Stunde noch relativ skeptisch entgegenzublicken. Relativitätstheorie in der Praxis. Tourguide Marc Gleeson kennt das. Sagt aber nichts, ordert stattdessen frisch gebrühten Kaffee für alle. Den serviert Freundin Ruthie, die arbeitet am Stand gegenüber und bringt den für Adelaide so typischen Flat White in braunen Pappbechern. Im Prinzip ein einfacher Verlängerter, aber weil South Australia ein Mix zwischen europäischen Wurzeln und amerikanisch-englischen Gepflogenheiten ist, gerne auch mit Sojamilch statt Sahne. Doch um diese Uhrzeit sind das Spitzfindigkeiten. Und Albert lächelt noch immer im 5x2-Meter-Format von der Wand der Eingangshalle des größten Foodmarkets South Australias, dem Adelaide Central Market.

Supermarkt im Busch

„Gul-gad-ya“ nennen ihn die Aborigines, „Grass Tree“ die Australier. Meinen tun sie dabei, diese kleine, robuste und äußert langsam wachsende Pflanze aus dem Busch, die bis zu 600 Jahre und älter werden kann. Was sie so besonders macht, ist, dass ein ganzer Supermarkt für die Aborigines darin versteckt ist. Den bis zu acht Meter langen Blütenstängel verwendeten sie als Speer und das Harz war einer der stärksten Kleber, den sie kannten. Doch damit nicht genug: Der Nektar der Blüte galt als das Red Bull seiner Zeit, unter den dichten Blättern des Baumes versteckten sich bei Regen kleine Wombats, die so leicht gefangen werden konnten und dann über den getrockneten Blättern, die als Feuerholz dienten, gebraten wurden. Mahlzeit!

Die Initialzündung folgt aber mit dem ersten Schluck Kaffee und dem ratternden Öffnen der Balken der über 80 Marktstände. Seit mehr als 140 Jahren ist dieser Ort die Institution für die besten Produkte des Staates, das Epizentrum des Genusses. Jetzt im sommerlichen Dezember leuchten etwa Spargel, Avocado, Artischocken, Kirschen, Ananas und Erbsenschoten von den großzügigen Aufbauten. Kartoffeln in allen Variationen werden angeboten und kräftig-rotes Fleisch, Geflügel und Berge von Seafood springen förmlich von selbst in die Taschen der Köche, die für ihre Restaurants einkaufen: Blue Swimmer Crabs aus Adelaide, Coffin Bay Austern und der berühmte Butterfisch der Region oder wie ihn die Australiener nennen, der King George Whiting. Mittendrin Marc, scheinbar allwissend, wenn es um den Central Markt geht, und ganz nebenbei jeden Marketender mit Namen kennt. An seiner Seite die aus dem Staunen nicht mehr herauskommende Touristengruppe und Mirko Reeh. Der Frankfurter Starkoch lässt sich nicht zweimal bitten, als sich Marc hinter den Tresen eines Markstandes zwängt: „Hier probiert mal, das ist der beste Lachsschinken des Landes. Ganz nach alter deutscher Tradition.“ Ohne einen Kommentar abzuwarten, aber mit einem wissenden Lächeln und einem schnellen „Thanks, Claire“, schlängelt sich Marc bereits zum nächsten Stand durch.

England, Deutschland, Griechenland, Italien, Asien. Das sind die Paten der australischen Küche und damit deckungsgleich mit den Siedlern der letzten 200 Jahre. Allen Speisekarten voran die Pies, Sandwiches und Hammelgerichte des Britischen Empires. Speisen aus Zutaten, die sich auf der langen Schiffsreise von Europa rund um die ganze Welt bis nach Australien leicht mitnehmen ließen. Dazu High Tea und man war zufrieden vor 200 Jahren – oder zumindest satt. Eine Bereicherung der englischen Küche erfuhr South Australia erstmals um 1830: Die Politik von König Friedrich Wilhelm III trieb preußische Siedler auf den fünften Kontinent. Und mit ihnen die Kunst des Räucherns, der Wurstherstellung und des Weinanbaus. Original deutsche Mettwurst ist heute noch der Kassenschlager jeder australischen Wursttheke.

Royal Feiern

Adelaide ist eine Königin. Und die Hauptstadt des Bundesstaates South Australia. Wie der Zufall will, regierte eben diese deutschstämmige britische Queen Adelaide als John Hindmarsh 1836 Gouverneur des Staates wurde und der Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf einen Namen verpassen sollte. Die Stadt war eine aufstrebende Metropole, zumindest für australische Verhältnisse, was lag also näher als sie königlich zu benennen. Zudem ist sie eine der wenigen Städte, die nicht aus einer Sträflingskolonie hervorging. Eine Tatsache, auf die man heute noch stolz ist und das gebührend feiert sowie dutzende andere Events wie das Glenelg Jazz Festival oder das Adelaide Festival of Arts. Nachzulesen auf den Nummernschildern: „SA – the Festivalstate“.

Die große Veränderung begann mit der Zuwanderung griechischer und italienischer Landsleute in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Denn nur weil sie nun am anderen Ende der Welt angekommen waren, wollten sie auf ihre gewohnten wie geliebten Genüsse wie Pasta, Schafskäse und Co. nicht verzichten. Ganz Australien zeigte sich begeistert, der starre, englisch dominierte Menüplan wankte. Der endgültige Umschwung der royalen Vorstellung von guter Küche ist aber dem zweiten großen Trend in den 70er-Jahren zu verdanken: süd-ostasiatischen Einwanderern.

Die Geburtsstunde der modernen australischen Küche liegt in den letzten drei Jahrzehnten und spielt heute als Teenager auf der kulinarischen Tonleiter alles von Dur bis Moll. Aromen, Gewürze und Techniken aus der ganzen Welt erschaffen mit europäischem Grundtenor eine neue Welt der Geschmäcker. Als feine Harmonien entdeckt man dazu das nach Limette schmeckende Kaffirlimonenblatt, die Buschtomate und die Galangawurzel aus der Familie des Ingwers.

Ungewöhnliche Zwischentöne bringen Strauß-, Känguru- und Krokodilfleisch. Nur der High Tea und der traditionelle Meat Pie finden sich als Wertschätzung alter Tradition wieder. Und aus dem ursprünglichen Hammel wurde Lamm.

Der Bär ohne Durst

Er trinkt nicht. Davon waren die Aborigines überzeugt und nannten das etwa 60 Zentimeter große Beuteltier dieser Überzeugung entsprechend „Koala“. Begehrt für sein Fleisch und sein Fell, war der Koala bei den Ureinwohnern, aber vor allem auch bei den Europäern gefragt. Bei letzteren leider so sehr, dass sich ihr Bestand in kurzer Zeit stark dezimierte. Auf Kangaroo Island sollte das Markenzeichen Australiens geschützt werden und so wurden 1924 etwa zwei Duzend Koalas ausgesetzt, die sich heute auf über 20.000 Tiere vermehrt haben. Possierlich anzusehen, wenn sie schlaftrunken im Eukalyptus hängen. Und fragen Sie niemals, wirklich niemals, ob man denn Koalabär essen könne und wie sie so schmecken. Sie könnten des Landes verwiesen werden.

Marc Gleeson ist inzwischen in der großen Food-Hall bei Tony O’Connell angekommen. Die Familie des gebürtigen Iren hält ihr Marktrecht am Stand GR47-49 im Adelaide Central Market nun seit mehr als 40 Jahren. Ihr Metier: die Metzgerei. Die Lämmer seien heuer wirklich gut, meint Tony, der es wissen muss. Fünf davon hängen fertig zum Zerteilen im hinteren Bereich des Standes. Freigegeben zur Inspektion für den begeisterten Mirko Reeh um gleich darauf verpackt und in die Restaurants auf der gegenüberliegenden Straßenseite verkauft zu werden. In die Restaurants der Gouger Street.

Eine Straße ist genug
Die Länge der kulinarischen Welt beträgt 1,3 Kilometer. Dahinter ist wenig zu sehen. Doch das genügt vollkommen – zumindest wenn man in Adelaide ist und sich auf der Gouger Street befindet. Von A wie Aserbaidschan bis Z wie Zypern ist jede kulinarische Himmelsrichtung vertreten. Traditionell Thailändisch, Malaysisch und Japanisch, Asian Fusion, Noodlebars, Chinesisch und Yum Cha, Französisch und Argentinisch. Auf dem Vormarsch: Vietnam und Korea.

Zwischen orientalischen Papierlampions und bunt bemalten Drachenköpfen liegt eine Bastion der modernen australischen Küche, das „Celsius Restaurant & Bar“ von Ayhan Erkoc. Sein Stil ist inspiriert von den Größen Skandinaviens, lernte er doch bei René Redzepi. Seine Forderung an sich selbst: „Den Gästen eine neue Dimension der Gourmeterfahrung zu bieten.“ Das schafft Ayhan bereits beim Eintreten in sein Lokal. Eigentlich beim Entern seines umgebauten Nachtclubs.

Wellblech on Top

In Europa ist Wellblech nicht unbedingt das, was man unter schön und edel versteht. Am unteren Ende der Welt hingegen, ist es genau andersherum. Weil die Siedler, die nach South Australia gekommen sind, nur Bäume vorfanden, die viel zu hart waren, um sie zu bearbeiten, bauten sie ihre Häuser einfach aus Stein und als Dach verwendeten sie das gebogene Zinn. Und je älter das Haus, desto spitzer der Giebel der Häuser. Schließlich war man von der alten Heimat Schnee, Regen und kaltes Wetter gewohnt. Als man merkte, dass es hier nur brütend heiß wird, wurden die Dächer immer flacher. Aber das Wellblech ist bis heute geblieben.

Genauso funky wie sein Interieur, dunkle Wände mit leuchtenden Onyxtischen, ist sein Amuse Bouche „The Vegetable Patch“. Aus einer dunklen Granitplatte wächst eine zartduftende Frühlingswiese, zwischen Bohnenkraut, Karotten und eingelegtem Kohlrabi strategisch gut platziert, kleine Schnecken in Backteig, die sich zwischen den Stängel der essbare Blüten verstecken. Im wahrsten Sinne eine Augenweide, für die Geschmacksknospen ein Highlight. Ayhan ist ohne Frage South Australias Nummer 1 der jungen kreativen Szene. Diese ist es auch, die mehr und mehr der indignen Geschmackswelt die Türen in die Restaurants öffnet. Bush Tucker liegt erstmals im Trend. Ayhan fusioniert dabei heimische Pflanzen, Wurzeln und Kräuter mit Molekulartechnik – Regionalküche in neuer Dimension. Modern australisch, fern des Britischen Empires, jedoch mit Parallelen zu Drei-Sternekoch Heston Blumenthal aus London.

Der Garten Eden ist 1 Stunde und 16 Minuten vom Adelaide Central Market entfernt. Biegt man vorher links ab, landet man allerdings im Himmel für Rotweintrinker, dem Barossa Valley. Geradeaus, im Eden Valley, lernt man, was es heißt, wenn Australier Riesling machen. Im „Eden Valley Regional Wine Centre“ schenkt Karina Kroehn die besten davon aus: Dandelion Wonderland Riesling 2010, Saviours Riesling 2007 und den Eden Hall Riesling 2004. Mirko Reeh, selbst Weinbergbesitzer und Rieslingproduzent, erkennt den ersten Unterschied bereits am Etikett. Ein Riesling aus dem Jahr 2004 wird in Europa nicht getrunken, hier gilt er als kostbare Reserve. Die Stilistik variiert ebenso zu Europa: Ausbalanciertes Säurespiel, intensive Nase und resche Fruchtigkeit.

Wesentlich bekannter als die Rieslinge ist das Aushängeschild der gesamtaustralischen Weinlandschaft: der Shiraz aus dem Barossa Valley. Samtige Pflaume und Schwarzbeere, ein voller Körper und dazu der klingende Name Penfolds oder Kaesler.

Dabei war der australische Wein bis 1920 ein Außenseiterprodukt. Selbst die Australier bevorzugten den aus Europa importierten Wein. Die Trendwende kam mit dem Anbau hochwertiger Rebsorten und dem Plan europäische Weine zu kreieren. Heute sind Klassiker wie Chardonnay, Cabernet Sauvignon, Riesling oder Shiraz in einer Punktewertung mit Wein aus Frankreich oder Deutschland. Wer Weintrinker ist, muss hier gewesen sein.

Kangaroos und Kanapee
Tourguide Marc lehnt bereits am Shop gegenüber von O’Connell’s. In seinen Händen hält er verdeckt ein Glas. Nun streckt er es mit diesen Worten Mirko entgegen: „Das, Mirko, das ist Gold von Kangaroo Island.“ Nimmt einen Schluck von seinem Flat White und drückt dem Koch den Honig in die Hand.

Die drittgrößte Insel Australiens heißt zwar Kangaroo Island, Bee Island wäre aber genauso sinnvoll. Seit 1885 mit ligurischen Bienen bestückt, erfreuen sich die Nachfahren der beiden Originalstöcke bester Gesundheit und bringen die Insel durch ihren intensiv schmeckenden, gelbgolden Blütenhonig in Gourmetkreisen in die Top-10 der Must-Haves der australischen Produkte.

Während aber die Bienen im weitläufigen Busch ungesehen bleiben, gibt es keinen Flecken Farmland, den nicht schon ein Schaf gekreuzt hätte. Denn die sorgen für die zweite kulinarische Sensation: den Käse aus reiner Schafsmilch. Aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus – Schafwolle war vor zehn Jahren plötzlich nicht mehr sehr gefragt – stellten die Farmer auf Käseproduktion um. Durch die griechischen Einwanderer inspiriert, gibt es heute einen der besten Feta und Halloumi Southern Australias auf Kangaroo Island.

Doch Kangaroo Island ist nur in zweiter Linie Gourmeteiland, was in Anbetracht des besonders saftigen Southern Rock Lobster und der 13 fabelhaften Weingüter ein schmähliches Missverständnis ist. Aber die eigentliche Attraktion von Kangaroo Island, liegt im Namen: Auf der knapp 4,4 Quadratkilometer großen Insel finden sich 891 verschiedene Tier- und Pflanzenarten. Kängurus sind dabei zahlenmäßig sehr weit vorne dabei und durch das 4000-jährige Ausbleiben natürlicher Feinde lassen sich die eher klein gewachsenen Beuteltiere aus nächster Nähe gerne beobachten — dicht gefolgt von den Koalas, Seehunden und Seelöwen sowie den kleinen Pinguinen. Uralte Eukalyptusbäume, sonderbar anmutende Stachelpflanzen und surrealistisch-bizarr geformte Felsskulpturen machen diese Landschaft zu einem unvergesslichen Ereignis. Remarkable – so wie der Name der wohl berühmtesten Felsformation der Insel.

Tourguide Marc lächelt zufrieden. Es ist knapp nach 9 Uhr. Zwei Stunden Gourmettasting im Epizentrum des Geschmacks liegen hinter seiner Gruppe. Die sitzt nun wieder vor einem Becher Flat White von Freundin Ruthie. Ein wenig müde, aber glücklich. Relativitätstheorie in der Praxis. Albert und Marc wissen, wovon die Rede ist.

Old fashion, aber hoch im Kurs

Eine liebenswürdige Dame steht in einer Landhausküche am Herd. Der Unterschied: Es ist Maggie Beers Showküche und sie schwerreich.

Maggie Beer sieht aus, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Strahlende Augen, immer ein Lächeln und wird sie von ihren Fans um ein Foto gebeten, tänzelt sie wie ein nervöser Teenager vor der Kamera. Sie gilt als die australische Antwort auf Martha Stewart, allerdings ohne den Gefängnisaufenthalt, und pflegt ihr Image als die nette Köchin von nebenan.

Und das macht sie so gut, dass in Down Under die meisten bei „Beer“ nicht unmittelbar an das Hopfen-Malz-Getränk denken, sondern an die 65-jährige Köchin, die jeder gerne als seine Tante hätte. Was die wenigsten wissen, ist allerdings, dass das entzückende Tantchen eher die waghalsige Cousine der Familie ist. Schulabbruch mit 14, nach nur einem Jahr schmeißt sie die Schwesternschule und tingelt daraufhin durch Europa – es waren die 60er-Jahre und Maggie Beer mittendrin. Mit 24 ist sie zurück in ihrer Heimatstadt Sydney, reist aber gleich weiter nach South Australia. Ins Barossa Valley und beschließt für immer dort zu bleiben.

Ein Versprechen, dem sie treu geblieben ist, zumal ihr Ehemann ein ortansässiger Farmer ist – Fasanenfarmer, um genau zu sein. Und damit beginnt der steile Aufstieg von Maggie Beer. Ihre verschiedenen Fasan-Pasteten finden reißenden Absatz, Maggie erfindet sich als Köchin neu und eröffnet 1979 das „Pheasant Farm Restaurant“, das in den kommenden Jahren alle wichtigen Auszeichnungen verliehen bekommt.

1996 gründet Maggie Beer eine Exportfirma für ihre rein aus regionalen Zutaten hergestellten Pasteten, Chutneys und Saucen. Heute verkauft sie an die 10 Millionen Produkte in die ganze Welt, hat 75 Angestellte und es gibt keine australische TV-Kochshow, in der sie nicht zu finden wäre. Die Cousine ist erwachsen geworden, aber nicht älter. Das merkt man, wenn man sie um ein Foto bittet.

Luxus in 12.000 Metern Flughöhe

Offizieller Urlaubsbeginn: am Check-In-Schalter von Etihad Airways. Denn ab dort eröffnet sich eine Welt des Luxus, des perfekten Services und grandios gegessen wird auch.

Korallen, Perlen und Diamanten sind die Namensgeber der drei Gästeklassen von Etihad Airway. Und diese wurden zu Recht gewählt, denn die nationale Fluglinie der Vereinigten Arabischen Emirate mit der jüngsten Flotte weltweit, glänzt mit einem Plus an Leistungen und Komfort.

Mirko Reeh, Frankfurts berühmtester TV-Koch, findet vor allem das großzügige Platzangebot der Pearl Business Class überzeugend, wenn er auf Suche nach Inspiration die ganze Welt umfliegt: Jeder Sitz verwandelt sich auf Knopfdruck in ein flaches, bequemes Bett von 1,85 Metern Länge. Also ideal, selbst für einen gestandenen Mann. Durch die 1-2-1 Anordnung der Sitze steht zudem jedem Fluggast ein Gangplatz zur Verfügung. Falls auch gearbeitet werden möchte, erlauben zwei USB-Anschlüsse und eine Steckdose stundenlanges Tippen am Laptop.

Das kulinarische Verwöhnprogramm von Etihad Airways ist ebenfalls dem eines Spitzenkochs würdig: Nach dem Begrüßungscocktail an Bord werden die Speisekarten mit dem Á la Carte-Menü und den Snackmahlzeiten verteilt. Das „inspired Service“ ermöglicht, dass die Gäste selbst bestimmen, wann sie essen möchten, der F&B-Manager empfiehlt dazu den besten Wein. Mirko Reehs Favorit: Arabisches Huhn-Tajine mit gerösteten Mandeln und Honig. Dazu ein Klassiker aus dem 650 Stunden langen Unterhaltungsprogramm.
www.etihadairways.com

Restaurants

Celsius Restaurant and Bar
Ayhan Eroc gilt als das Talent der Kochszene und hat in dem umgebauten Nachtclub seinen kreativ-ausbalancierten Kreationen das passende Zuhause gegeben. 95-97 Gouger Street, Adelaide SA 5000, Tel.: +61 (8) 82 31/60 23,
www.celsiusrestaurant.com.au

Appellation
Die Weinkarte des Restaurants wurde dreimal in Folge zu der besten in South Australia gewählt. Chef de Cuisine Mark McNamara nahm das zum Anlass und kreiert nun seine Menüs rund um den Wein. Seppeltsfield Road, Marananga SA 5355, Tel.: +61 (8) 85 62/41 44,
www.appellation.com.au

Bistro Dom
Das Restaurant: ein langgezogener Gang, elegant-schlicht eingerichtet. Das Essen: klassisch australisch mit einer sehr guten Weinkarte. Perfekt für Lunch! 24 Waymouth Street, Adelaide CBD SA 5000, Tel.: +61 (8) 82 31/70 00,

SHIKI
Der Japaner der Stadt! Tempura, Sushi und Teppanyaki sind traumhaft, ebenso die Liveperformance der Köche direkt am Tisch. Tipp: Probieren Sie den aus-tralischen Sake! North Terrace (, Adelaide SA 5000, Tel.: +61 (8) 82 38/24 00, www.ichotelsgroup.com

The Oysterbeds Restaurant
Auf den Tellern landet, was dem Fischer ins Netz schwimmt. Statt auf die mäßig schöne Inneneinrichtung, den Ausblick auf die Coffin Bay durch das Panoramafenster genießen. 61 Esplanade, Coffin Bay SA 5607, Tel.: +61 (8) 86 85/40 00
www.bistrodom.com.au

Botanic Café
Ultra-hip und mega-in. Das Café stellt den Anspruch, den australischen Zeitgeist mit New York-Akzent und italienischer Küche zu versehen. Und ist es. Best time: Freitag Abend.
4 East Terrace, Adelaide SA 5000,
Tel.: +61 (8) 82 32/06 26

Hotels

Jacobs Creek Retreat
at Moorooroo Park
Zauberhafte Suiten, versteckt zwischen Rosen- und Weingarten. Das grandiose Restaurant „Pavillion“ ist nur für die 14 Hotelgäste geöffnet. Alleine deswegen: unbedingt übernachten! PO Box 599, Tanunda, Barossa Valley SA 5352,
Tel.: +61 (8) 85 63/11 23, www.jacobscreekretreat.com.au

The Louise
Der Kalifornier Jim Carreker hat eine Luxusoase inmitten des Barossa Valley geschaffen: großzüge Zimmer, In-Suite-Frühstück, Kamin, Außendusche und eine Flasche Port für das Sternezählen auf der uneinsehbaren Terrasse.
Seppeltsfield Road, Marananga SA 5352,
Tel.: +61 (8) 85 62/27 22, www.thelouise.com.au

North Adelaide Heritage Group – Fire Station Inn
Das Kind im Manne aufgepasst: In der umgebauten Fire Station schläft man neben einem Löschwagen. 80 Tynte Street, North Adelaide SA 5006,
Tel.: +61 (8) 82 72/13 55, www.adelaideheritage.com

Southern Ocean Lodge
21 luxuriöse Suiten mit gigantischem Blick auf den Ozean und das Bushland von Kangaroo Island. Zu genießen ist diese Aussicht mit einem Glas Wein aus der Open-Bar im gemütlichen Loungebereich. Ein Muss für alle South Australia-Reisenden! Hanson Bay, Kangaroo Island, via Kingscote SA 5223,
Tel.: +61 (8) 85 59/73 47, www.southernoceanlodge.com.au

Lifetime Private Retreats
3 Häuser, 1 Ziel: pure Entspannung auf Kangaroo Island. Für Pärchen ideal: das 2-Zimmer-Häuschen „Sky House“, für Familien das „Stone House“ direkt am weißen Strand. Snelling Beach, North Coast Road via Kingscote, Kangaroo Island SA 5223, Tel.: +61 (8) 85 59/22 48, www.life-time.com.au

Weingüter

Penfolds Winery
Kaum ein anderes Weingut repräsentiert das Barossa Valley so wie „Penfolds“. Tipp: Wineblend-Experiance mitmachen!
30 Tanunda Road, Nuriootpa SA 5355
Tel.: +61 (08) 85 68/84 08
www.penfolds.com.au

Kalleske
Seit sieben Generationen ist die Familie Kalleske nun im Weinanbau tätig. Probieren: den „Kalleske Old Vine Grenache“ aus den ältesten Reben des Weingutes.
PO Box 650 Greenock SA 5360, Tel.: +61 (8) 85 63/40 00, www.kalleske.com

The Islander Estate Vineyards
Der französische Weinmacher Jacques Lurton erobert von Kangaroo Island aus den australischen Weinmarkt. Jumbuck-Bark Hut Road, Kangaroo Island SA,
Tel.: +61 (8) 85 53/ 90 08, www.iev.com.au

Tour-Tipps

Adelaide Central Market Tour
Mark Gleeson kennt den Adelaide Central Market wie kein anderer. In zwei Stunden schlendert man durch (!) die Marktstände, verkostet was das Zeug hält und lässt sich von seinen Geschichten inspirieren. Adelaide Central Market, Gouger Street, Adelaide SA 5000, Tel.: +61 (08) 402/16 58 00, www.centralmarkettour.com.au

Maggie Beer Farm Shop
Ein Muss für alle Liebhaber von Saucen, Chutneys und Kochbüchern. Denn bei Maggie Beer gibt es dies alles im Überfluss. Tipp: Am Seeufer picknicken! Pheasant Farm Road, Off Samuel Road, Nuriootpa SA 5355, Tel.: +61 (8) 85 62/44 77, www.maggiebeer.com.au

Exceptional Kangaroo Island
Ranger Tim Williams findet jeden Koalabären, weiß welcher Nektar der süßeste ist, und fährt souverän über die rauhe Sandpiste, PO Box 169, Kingscote SA 5223, Tel.: +61 (08) 85 53/91 19, www.exceptionalkangarooisland.com

Hahndorf
Die erste deutsche Siedlung ganz Aus-traliens ist heute eine Touristenattraktion. Nur 20 Fahrminuten von Adelaide entfernt liegt das pitoreske Dörfchen mit Fachwerkhäusern und deutschen Handwerksläden.
Hahndorf Adelaide Hills Tourist Information Center, 41 Main Street, Hahndorf SA 5245, Tel.: +61 (8) 83 88/11 85

Natur-Hotspots

Remarkable Rocks
Salvador Dali hätte es nicht besser hinbekommen: Die beeindruckende Felsformation Remarkable Rocks im Südwesten von Kangaroo Island hoch über der Brandung des Südlichen Ozeans ist eine von Wind, Regen und Meeresgischt erschaffene surreale Erscheinung.

Seal-Bay
Muss man gesehen haben: So viele Seerobben, die sich ungeniert am weiß-grauen Strand sonnen, gibt es nur einmal. Zu bestaunen gibt es auch ein Skelett eines angespülten Wals.

Barossa Valley
Das bekannteste Weinanbaugebiet Australiens ist ein Muss für jeden Weinliebhaber. In den dutzenden Cellar Doors der Weinbauern und in den kleinen Weinbars lässt sich Shiraz, Grenache, Mourvedre & Co. verkosten (und kaufen).

Best Products

Island Pure Sheep Dairy
Wer einen der besten Halloumi der Welt kosten möchte, der muss nach Kangaroo Island. Aus einer wirtschaftlichen Notlage heraus, hat sich ein Paradeprojekt entwickelt! Gum Creek Road, Cygnet River SA 5223, Tel.: +61 (8) 85 53/91 10, www.goodfoodkangarooisland.com

Island Beehive
Eine italienische Biene sorgt für Aufsehen. Der Imker Peter Davis gewinnt jährlich über 100 Tonnen der klebrigen Süßigkeiten. Nach der Inspektion der Bienenstöcke ist eine Verkostung ein Muss. Acacia Drive, Kingscote SA 5223, Tel.: +61 (8) 85 59/00 80, www.island-beehive.com.au

Insider-Tipp:
Produkte von Maggie Beer & Co führt Mirko Reeh in seinem Shop!
www.mirko-reeh.com

Fotos: Edihat Airways, Maggie Beer Products, Shutterstock, Jacqui Melville, Chris Otto/ Brett Sheriden/SATC/Photographer, Southern Ocean Lodge, Don Brice Photography, Arbutus Hospitality (Marananga) Pty. Ltd.

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