Tim Mälzer ist nicht nur einer der bekanntesten und beliebtesten Fernsehköche im deutschsprachigen Raum, sondern auch erfolgreicher Kochbuchautor und eine Art Rockstar der Köche. Seine Tournees und Shows (allen voran „Ham’se noch Hack“) gleichen Konzerten und Megaevents.
Von 1992 bis 1995 absolvierte Mälzer eine Lehre zum Koch im Hamburger Hotel InterContinental, anschließend war er bis 1997 im Londoner Hotel Ritz. Nach Stationen im Londoner Neal Street Restaurant unter Antonio Carluccio und in den Hamburger Restaurants Tafelhaus, Café Engel und Au Quai, übernahm er von August 2002 bis Mai 2007 Das Weiße Haus im Museumshafen Övelgönne. Im April 2006 eröffnete Mälzer zusätzlich die Oberhafenkantine. Am liebsten hätte er nach seiner Ausbildung alles hingeschmissen, das Korsett im Job war ihm zu eng. Weitergemacht hat er doch – unter anderem wegen seiner Freundschaft zu einem gewissen Jamie Oliver, damals, als sie in London bei Antonio Carluccio kochten, noch ein Unbekannter.
Sein Kochstil ist trendig, kreativ, wild – ja fast ein bisschen schlampig. Aber genau das macht Mälzer aus. Nach dem ersten Probedreh bei VOX meinte einer der Sendungsverantwortlichen: „Der Kerl gehört in den Knast.“ Die „kulinarische Sudelei“ in der Küche nach jeder Mälzer-Orgie ist eben gewöhnungsbedürftig. Wenn Tim loslegt, sind Fettflecken, Krümel und Kerngehäuse normal. Der Kollege des Knastverordners fand die Vorstellung allerdings sehenswert. „Sie haben jemanden mit dreckiger Schnauze gesucht – mich.“ Und hunderte Fernsehstunden später ist Tim Mälzer dank „Schmeckt nicht, gits nicht“ zum deutschen Jamie Oliver mutiert.