Die verrückten Kreationen des Dr. Chocolate

Süßer Duft von Schokolade! Wenn man den bunten Verkaufsraum der Manufaktur „Art of Chocolate“ in Schwarzach am Main betritt, steht man plötzlich vor roten, türkisen oder orangen Regalen. Im Reich des 30-jährigen deutsch-ungarischen Pâtissiers Philip Aczél findet man Pralinen in den Kompositionen: „Salz-Karamell“, „Olivenöl-Mandarine“ oder „Erdbeer-Basilikum“.

„Die meisten anderen Chocolaterien sind irgendwie verstaubt. Ich habe versucht, etwas Junges und ein bisschen Schickeres zu machen“, so der Inhaber, der neben seiner Ausbildung als Koch und Pâtissier in Österreich auch noch den „International Business Administrator“ in der Tasche hat.

Um dem bislang etwas langweiligen Image des Naschwerks zu entkommen, kreiert Aczél neue Rezepturen mit ausgefallenen Mischungen. Seine Inspiration nimmt der Experte in Sachen Schokolade aus der gehobenen Gastronomie. „Was ich da geschmacklich auf dem Teller habe, versuche ich in das kleine Kunstwerk zu bekommen“, verrät der Chocolatier.

Auch auf Reisen findet er die eine oder andere Anregung. So dient beispielsweise ein Dessert aus Thailand – eine Geschmacksexplosion aus Mango und Ingwer – als Inspirationsquelle für eine neue Praline. „Der Aufwand für eine neue Kreation ist unterschiedlich. Ich notiere mir meine Ideen und probiere dann verschiedenste Kombinationen. Jeder, der in den Laden kommt, muss diese kosten, ob er will oder nicht“, sagt Aczél über die Urverkostung seiner oft merkwürdig klingenden Zusammensetzungen.

Fotos: F. Bolk – Philip Aczél, Peter Baier, beigestellt

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