Ich tendiere ja eher zu einer ungläubigen Jünger Thomas-Mentalität, wenn es um Reiseführer geht. Denn ich muss erst mal überprüfen, ob das wirklich wahr sein kann, was da so drin steht. Was mich dann doch überraschte, war, dass sich bereits die Überschrift „Amerika mit einem Hauch von Karibik“ beim Frühstück bewahrheitete. Amerika war auf der Frühstückskarte gleich mächtig, wie noch vor Jahren in der Weltpolitik: Es gab Eier in etwa 143 verschiedenen Varianten, Bacon, Würstchen und Waffeln. Mein Wunsch nach einem Müsli wurde insofern erfüllt, dass zum Joghurt ein Fingerhut davon mitserviert wurde. Was mich dann aber wirklich schockte, war der Kaffee. Man sollte denken in einem Kaffee-Anbauland gibt es keinen schlechten Kaffee. Mein Fehler. Nachdem ich die schwarze Plörre aus der Kanne von mir wies und nach einem schwarzen Espresso fragte, bekam ich einen normal großen Becher mit oben hin Kaffee drin. Dünnen Kaffee. Ich wollte bereits ein bisschen weinen. Aber dann, kam mir der Hauch Karibik vor die Augen: Der Ausblick war dermaßen umwerfend schön, dass sie mir auch Tee servieren hätten können. Ich blickte über Palmen in sich an der Küste werfendes Meer. Wow!
Blau, Türkis mit Sonne oben drüber. Trank daher wirklich den „Kaffee“ aus, denn ich blieb ewig sitzen.