Tag 3: Kathi frittiert

Hmm, das waren dann doch nur 4 Stunden Schlaf. Nicht unbedingt lang, aber was soll’s? Tag 3 hat es in sich: Fruitmarket und davor ein kleiner Brunch bei einem Local Chef, bei José Santaella, stehen auf dem Programm.

Ja, und der kleine Brunch hatte es in sich und war dann doch sehr ausgiebig und typisch puertoricanisch. Das heißt fettig, frittiert und unfassbar gut. (Meine Diätpläne liegen noch immer auf Eis). Zur Einstimmung wird ein Amarillo-Fruchtcocktail serviert, gefolgt von einer (importierten) Foie Gras mit Ananas, einem wahnsinnig scharfen frittieren Reis-Bohnen-Ball, einem sehr traditionellen Gericht, Blutwurst-Frühlingsrolle und Tostones mit Krabben und einem Gewürz, von dem es keine deutsche Übersetzung gibt.

Nach dem Essen will ich dann eigentlich nur mehr im Schatten sitzen, denn wer ist Frittiertes bei etwa 30 Grad? Die überraschende Antwort: jeder in der Karibik. Und da ich nicht dumm sterben möchte, erfuhr ich folgendes: Früher (will heißen vor 1886) konnten die Sklaven nur einmal am Tag essen und dann auch nur die Reste. Also packte man alles in eine Panade und versuchte das Beste herauszuholen aus Dingen wie Taubenhals und ähnlichem. Das gelingt durch das Frittieren und mit der Zeit entstand daraus die typische Küche hier. Und die blieb einfach mal fettig.

Der gegenüberliegende Fruchtmarkt ist dann eine farbenfrohe Angelegenheit. Aber nach dem Brunch ist kein Platz mehr für nur ein Stück von den frechen Früchtchen.

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