Wie machen Sie das nur, Herr Refslund? und sie, Herr Redzepi? und sie, Herr Dahlgren? und sie, Herr Andersen?

Nur ein halbes Jahr dauerte es, ehe die kulinarische Beziehung in Brüche ging. Unglücklich darüber waren beide nicht. Nicht Mads Refslund. Und auch nicht René Redzepi. Drei elendslange Monate stapften sie gemeinsam durch die nordische Pampa – von der dänischen Westküste bis zu den arktischen Regionen Lapplands. Dort draußen in der Kälte suchten sie nach neuen Lebensmitteln. Die beiden Köche, die ihre Freundschaft schon zu Schulzeiten besiegelt hatten, gruben in den Wäldern nach Wurzeln, pflückten seltene Beeren von den Sträuchern, lernten in den Küstendörfern von den alten Fischern und entdeckten auf ihrer Reise längst in Vergessenheit geratene Produkte. „Es war eine lebensverändernde Erfahrung“, sagt Refslund. Aber eben nicht nur das. Die beiden entdeckten auch, dass sie bei der Zusammenarbeit nicht harmonieren. Also stieg Refslund nach nur sechs Monaten aus dem Restaurantprojekt „noma“ aus. Das war 2003. Heute gilt das „noma“, beheimatet in Kopenhagen, als bestes Restaurant der Welt und René Redzepi wird umjubelt als nordischer Kochgott, als Schöpfer der neuen nordischen Küche.

Fotos: KONG HANS KÆLDER/www.konghans.dk, Michael Bang, Bocuse d‘Or, Jenny Grimsgård, Anders Birch, Mathias Dahlgren/Grand Hôtel Stockholm, Magnus Skoglöf, Jens Hoejberg

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