Was bis vor einigen Jahren wie selbstverständlich in mühevoller Kleinstarbeit aus dem Rasen gezupft wurde, gilt heute als die kulinarische Neuentdeckung an den Eliteherden der Gastronomie. René Redzepi, Chefkoch und Inhaber des Restaurants „noma“ in Kopenhagen, machte es vor. Ihm verschafften saisonale und regionale Unkräuter den Aufstieg zum besten Restaurant der Welt in der Liste der „The S. Pellegrino World´s 50 Best Restaurants“. Kochgrößen wie Michel Bras und Co. hatten bereits vor Redzepi auf die Vielfalt der Kräuter gesetzt. Aber mit Redzepi und dem Restaurant „noma“ begann der endgültige Hype um die grünen Widerspenstigen in der Küche. Keine Frage: das Un-Kraut hat eine steile Karriere auf der Zutatenleiter hingelegt und sich einen neuen Titel verdient, nämlich Wildkraut.
Wildkräuter-Aromenvielfalt
Als ambitionierter Hobbykoch fragt man sich nun, wie man es Redzepi und Konsorten gleichmachen kann, um selbst mit berauschenden Wald- und Wiesenkreationen aufzuwarten. Vorab sei gesagt: die Möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt. Von Löwenzahn bis Giersch, von Gundermann bis Waldmeister und von Süßdolde bis Vogelmiere – alles ist erlaubt. Eigentlich braucht man sie nur zu sammeln, denn die Aufzucht und Pflege hat die Natur schon längst übernommen.