Ein Hauch von Karamell und Vanille liegen in der Luft des holzgetäfelten Salons. Bernsteinfarben und elegant schwappt die Flüssigkeit gegen das Glas in der Hand von Rob Samuels, während er es mit einer gekonnten Drehung schwenkt. 16 Augenpaare folgen der Bewegung, warten gespannt darauf, dass er den ersten Schluck nimmt. Rob hält seine Nase noch einmal in das Glas, setzt an, trinkt und lächelt. Diese Charge von Maker’s Mark, dem Straigt Bourbon handmade Whisky, hat den strengen Geschmackstest von Destillerieinhaber Rob bestanden.
Mit der unverkennbaren knallroten Wachskappe und dem einzigartigen Flaschendesign, das an alte Cognacflaschen erinnert, ist Maker’s Mark nicht nur äußerlich ein Whisky, der sich mit nichts vergleichen lässt. Schon seine Geschichte ist einzigartig: 1780 wurden die ersten Eichenfässer in der Destillerie in Loretto, Kentucky, mit dem Whisky gefüllt, der in den nächsten 200 Jahren zur Benchmark werden sollte. Die Famile Samuels, gerade von Schottland nach Amerika emigriert, baute das Destillerieimperum Schritt für Schritt, Jahr um Jahr auf – gemäß der Tradition und dem Wissen, das sie aus der alten Heimat mitnahmen.
Doch dann kam die Zeit von Bill Samuels Sen., dem Großvater von Rob. Er stellte die alten Rezepte in Frage und brach damit die Erfolgswelle von Maker’s Mark richtig los. Der Whiskyconnaisseur verwendete nun roten Winterweizen als Würze anstelle von Roggen. Eine verbesserte Rezeptur, die bis heute Maker’s Mark zu einem Unikat in der Branche macht. Das reiche Aroma von Holz und Nelken, mit Karamelltönen und einem Hauch von Vanille versetzt, überzeugt durch sanfte und milde Ausgewogenheit. Charakteristisch seine dunkle Färbung, die an Bernsteingelb erinnert. Dieser gelblich schimmernde Farbton wie auch das weiche Trinkgefühl werden ausschließlich durch eine Reifung in neuen Eichenfässern erreicht, deren Innenraum im Vorhinein ausgebrannt wird. Der Whisky, der mit diesem Holz in Berührung kommt, erhält dadurch sein beliebtes Karamellaroma.
So einmalig und überzeugend im Geschmack, so einzigartig ist auch seine Schreibweise. Denn Maker’s Mark wird als einziger amerikanischer Whiskey ohne „e“ geschrieben. Denn ein Schotte sei auch in Amerika seiner Heimat verpflichtet, wie Bill Samuels Sen. meint: „Warum sollten wir bei unserem handmade Whisky von der schottischen Abstammung unserer Vorfahren abweichen?“
Bei dem Herstellungsverfahren wird bis heute noch auf jegliche Inhaltszusatzstoffe verzichtet: pure Natur. Die überzeugende Qualität der goldgelben Spirituose beginnt mit seinem Wasser, das ausschließlich aus einem See direkt an der Destillerie entnommen wird, der sich ausschließlich durch eigene Quellen speist. Das Getreide stammt von ausgewählten Farmern aus der Umgebung.
Die Leidenschaft des heutigen Whisky-Dynastie-Vorstehers Rob Samuels war bereits in frühen Jahren klar zu erkennen. Als Junge, gerade mal neun Jahre alt, arbeitete er bereits unzählige Stunden in allen Bereichen der Destillerie, schaute seinem Vater über die Schulter und erwarb sich dadurch ein tiefes Verständnis für die Tradition von Maker’s Mark und seine langsame und aufwendige Herstellungsweise: „Maker’s Mark versteht sich als kleine, sehr traditionelle Produktion, in der Handarbeit noch was zählt. Um bei der Herstellung für den gleichbleibenden, einzigartigen Geschmack zu garantieren, braucht der Bourbon Zeit.“
"kleine Änderungen mit viel Wirkung: Maker’s mark ist nicht nur durch seine Rote Wachskappe von anderen zu unterscheiden.
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So wird das Getreide nicht, wie üblicherweise, gemahlen, sondern in einer speziellen Rollenmühle gequetscht. Diese Vorgehensweise ist deutlich schonender für das Korn und der natürliche Geschmack bleibt bestehen. Wie alle Zutaten und Produktionsschritte, unterliegen diese strengen Standards. „Das beginnt schon beim Kochen des Getreides. Wir verwenden kein Druckverfahren, wodurch sich der Kochvorgang auf etwa acht Stunden verlängert. Und genau diese kleinen Änderungen, bringen Maker’s Mark die geschmackliche Note, die ihn so einzigartig macht.“
Besonders eilig hat es die Destillerie-Familie noch nie gehabt: Eine Charge besteht nur aus 19 Fässern. Jeder Batch wird dabei komplett von Hand erstellt. „Das ist Ehrensache. Jede Flasche ist etwas Spezielles. Denn jeder Produktionsschritt ist bis heute handgemacht. Das Wichtigste ist die perfekte Qualität unseres Whiskys“.
Im Gegensatz zum Industriestandard von 200 bis 400 Flaschen pro Minute werden bei Maker’s Mark maximal 38 Flaschen pro Minute hergestellt. Das hochprozentige Edelgetränk gilt in Kentucky nicht nur als ein Wirtschaftsfaktor, sondern steht für Tradition und Kultur. In den Bars geht ein Gerücht umher, dass bislang keine Brennerei dem Familienunternehmen Samuels das sogenannte „Wasser des Lebens“ reichen kann. Damit das so bleibt, hat Rob Samuels eine Geschmacksprüferkommission eingerichtet: „16 der besten Whiskykenner prüfen gemeinsam mit mir die Qualität unseres Whiskys. Wenn wir nicht zu hundert Prozent sicher sind, dass er so schmeckt, wie wir es gewohnt sind, dann kommt er nicht in den Verkauf.“
Bei den Samuels gilt das Sprichwort: „Was man sieht, das glaubt man.“ Deswegen: Wenn Sie nach Kentucky reisen, sollte unbedingt Loretto auf Ihrer Reiseroute stehen. Denn so wie Maker’s Mark schmeckt kein anderer Whisky.
Visitors Center
3350 Burks Spring Road
Loretto, Kentucky 40037
Tel.: +01 (270) 865 20 99
www.makersmark.com
Der Genuss von Whisky ähnelt einem Ritual, denn schon vor dem Trinken begeistert ein Whisky allein durch seine unverwechselbare Farbe. Im Idealfall eröffnet sich eine volle, strahlende und klare Bernsteinfarbe mit einem leicht feurig-orangem Schimmer. Wir empfehlen zur farblichen Bewertung, den Bourbon nicht mit Eis zu verdünnen und das Glas ins Sonnenlicht zu halten.
Ein volles, aber dennoch zartes, wohl abgerundetes Aroma mit einem charakteristischen Karamellton, mit einer Spur Vanille präsentiert sich angenehm und einladend. Es empfiehlt sich, das erste Probierglas eine Minute lang mit der Hand zu umschließen und in Kreisbewegungen zu schwenken, durch die Wärme entfaltet sich das Aromenspiel. Die Nase ins Glas stecken und kräftig einatmen.
Die Destillerie Samuels versichert, hier mit Maker’s Mark der Vorstellung zu diesem Thema gerecht geworden zu sein: Vollmundig im Geschmack, aber weich am Gaumen. Erfrischend und angenehm.
Der Genuss sollte immer alle Sinne ansprechen. Probieren Sie nun einen Schluck in einem gut ausgeleuchteten Raum, denn dieser Bourbon hat es nicht nötig, sich zu verstecken.
Rezept von Maker’s Mark, Kentucky
Zutaten: 6 cl Maker’s Mark, 3 cl frischer Zitronensaft, 2 cl Zuckersirup
Zubereitung: Maker’s Mark Sour ist der Klassiker unter den Sours und ein sehr beliebter Shortdrink für Whisky-Liebhaber. Whisky, Zitronensaft und Zuckersirup mit viel Eis in den Shaker geben und kräftig durchschütteln. In ein Tumblerglas abseihen. Garnieren kann man den Maker’s Mark Sour mit Zitronenscheibe und Cocktailkirsche oder mit einer Stielkirsche im Glas. Statt Zuckersirup wird auch oft Puderzucker verwendet.
Fotos: Maker’s Mark, Shutterstock