Robert Kropf - Gehirnprotokoll eines Reisenden

Das schlechte Sommerwetter ist auch an mir nicht vorübergegangen: Das merkte ich, als ich beim Zappen auf einem Shoppingchannel hängenblieb. Kurz bevor ich geistig verendete, folgende TV-Konversation: Dame 1: „Ich weiß, ich soll dieses Sch...-wort nicht verwenden. Aber ich muss es tun.“ Sie fragt Dame 2: „Wie heißen die neuen vier Jahreszeiten?“ Kopfschütteln. Dame 1: „Frühling, Sch..., Herbst und Winter.“

Da riss es mich mit glasklaren Schlussfolgerungen aus der Lethargie. Erstens: Schalte den Fernseher ab. Zweitens: Jammern macht das Wetter auch nicht besser. Drittens: Überlege, wohin du die nächsten Monate in die Wärme reist. Hier das Gehirnstromprotokoll:

September: Drei, vier Tage im Sani Resort auf Chalkidike. Von einem Hotel zu sprechen, wäre ein Fehler: In den 60er-Jahren kaufte ein schlauer Geschäftsmann eine kleine Halbinsel von Mönchen der Region. Nach und nach baute er Hotelanlagen, einen Hafen, Luxusvillen, Shops, eine Kirche, ein Theater und sonst noch vieles darauf. Außerdem isst man nirgendwo in Griechenland so gut wie in Sani. Jedes Jahr fliegen die besten Köche Europas zur Gourmetweek ins Resort, um dort am Herd zu stehen. Mein Insidertipp: Die Beach-Lounge, eine Mischung aus Sylt und Ibiza.

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