Bling! Willkommen in der Stadt der Superlative

Vorbei an der Rialto-Brücke trällert der Gondoliere launig „O sole mio“, bevor um die Ecke ganz plötzlich der Campanile auftaucht. Weiter geht die stimmige Gondelfahrt bis zur finalen Ausstiegsstelle, wo die romantische Atmosphäre auf einmal abrupt durch das Herunterprasseln der Münzen im einarmigen Banditen unterbrochen wird.

Venedig komplett mit Canale Grande, Dogenpalast und funkelnden Spielautomaten: Macau macht’s möglich. Vegas, das amerikanische Spielerparadies, mag zwar bekannter sein als Macau, aber bei der chinesischen Konkurrenz wird seit 2006 um einiges mehr Umsatz gemacht: circa fünf Milliarden Euro im Jahr.

Seit Macau besteht, haben hier Menschen ihr Leben und Vermögen aufs Spiel gesetzt. Waren es früher Abenteurer und Geschäftsleute, sind es heute Glücksritter und Spieler. Als Anfang des 16. Jahrhunderts Seefahrer aus Portugal hier ankerten, fanden sie nur eine kleine Siedlung, in der Fischer zu ihrer Glücksgöttin A-Ma beteten. Die hat anscheinend auch reichlich Glück gebracht, denn die rasante Entwicklung Macaus seither ist sehenswert. Neue Mega-Casinos und -Hotels mit facettenreicher Architektur, Showprogrammen und Shopping-Arkaden prägen die moderne Seite der Stadt. Wo sonst gibt es ein Hochhaus in Lotusblüten-Form oder goldene Fassaden?

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