Hotel Schloss Sonnenburg - Zurück in die Zukunft

Wer quer durch die Zeit reisen möchte und genauer gesagt ins Mittelalter – aber in den romantisch-märchenhaften Teil – der muss Marty und Doc aus „Zurück in die Zukunft“ ab jetzt nicht mehr um ihren Zeitmaschinen-DeLorean beneiden. Denn Familie Knötig, Unternehmer aus Starnberg in Bayern, hat im malerischen Hotel Schloss Sonnenburg in Südtirol ein ganz eigenes Raum-Zeit-Kontinuum geschaffen. Betritt man dieses malerische Schlösschen, das Familie Knötig mit Liebe und größter Detailtreue bereits seit über 40 Jahren betreibt, wird man mit einem Schlag 500 Jahre zurückgebeamt, ohne dabei auf den geringsten Komfort der Neuzeit verzichten zu müssen. Karl Knötig verschlug es im Jahr 1965 auf die damalige Ruine der Sonnenburg. Er kaufte die Burg und seitdem gilt sie als romantisches Hideaway inmitten des Südtiroler Pustertals.

Gunther Knötig, Sohn und heutiger Geschäftsführer des Hotels Schloss Sonnenburg, kennt jeden Winkel der malerischen Anlage. Hier eine Terrasse aus dem 13. Jahrhundert, die vor Kurzem erst entdeckt und ausgegraben wurde, dort eine Bäckerstube, in der gerade ein jahrhundertealtes Fresko hinter Verputz und Staub freigelegt wird sowie ein Kräutergarten, den selbst Hildegard von Bingen nicht schöner anlegen hätte können. Ja, Herr Knötig ist ein Burgherr mit Leib und Seele, der niemals müde wird, die versteckten Geheimnisse der alten Burg zu suchen, zu finden und schließlich in luxuriösen Komfort für seine Gäste zu verwandeln. So geschehen, beispielsweise mit dem sogenannten Fürstenzimmer des Hauses. Es wurde im 15. Jahrhundert ursprünglich speziell für den Besuch des Bischofs von Brixen gestaltet. Dieser kam allerdings aufgrund der Differenzen mit der Äbtissin des damaligen Klosters niemals zu Besuch. Was er nicht wusste, dass er sich somit um den Himmel auf Erden gebracht hatte. Aber das macht nichts. Denn der Raum dient heute als eine der eindrucksvollsten Suiten in Mitteleuropa, denn wer kann von sich behaupten, schon einmal unter einem zehn Quadratmeter großen Engelstreiben geschlafen zu haben?

Das Schlosshotel Sonnenburg ist ein historischer Schatz, den man besser nicht wieder aufbereiten hätte können, als es Familie Knötig in jahrelanger Renovierungsarbeit getan hat. Ein liebevoll angelegter Rosengarten, von dem aus man das gesamte Tal überblickt, hinweg über sattgrüne Wiesen, Burgen und Schlösser sowie hinab in die tiefblaue Gader, die die Burg umschlängelt. Langsam fängt man an, zu verstehen. Man ist in einer Märchenwelt gelandet. Die Gedanken werden langsamer und klarer, man hat plötzlich alle Zeit der Welt und nutzt diese mit gutem Gewissen, um das herrliche Nichtstun, das original italienische „dolce far niente“ ausgiebig zu zelebrieren.

Fotos: Hotel Schloss Sonnenburg

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