Im hohen Nordwesten Schwedens, in einem Landstrich, in dem durchschnittlich drei Menschen auf einem Quadratkilometer wohnen, steht ein Restaurant. Das Fäviken Magasinet. Und ausgerechnet dort beträgt die Wartezeit auf einen der zwölf Sitzplätze mindestens drei Monate. Doch was ist es, das die Menschen aus Südschweden, Dänemark und sogar dem europäischen Festland dazu treibt die beschwerliche Reise in ein derart unwirtliches Gebiet auf sich zu nehmen?
Magnus Nilsson. Er sieht aus wie ein moderner Wikinger: blonde Wallemähne und Death-Metal-Style. Auch als Koch gibt er den harten Kerl: Er jagt leidenschaftlich gern, erlegt, sammelt und konserviert nahezu alles selbst, was bei ihm auf den Tisch kommt. „Es macht mich einfach glücklich“, so der eigenbrötlerische Schwede verschmitzt. Seine Speisen wie der leicht gesalzene Rogen der Wildforelle in einem knusprigen Schälchen aus Schweineblut, knackige Rentierflechten oder rohes Elchfleisch wirken oft barbarisch, erweisen sich allerdings als Produkte höchster Kochkunst.
Fotos: Eric Olsson