Eckart Witzigmann wurde am 4. Juli 1941 in Bad Gastein in Salzburg geboren und ist heute einer der besten Köche der Welt. Ihm ist es auch zu verdanken, dass die Nouvelle Cuisine Einzug in den deutschsprachigen Raum hielt. Nach seiner Kochlehre im Hotel Straubinger in Bad Gastein (1957–1960) absolvierte er zahlreiche Stationen in den Spitzenküchen dieser Welt, unter anderem als Schüler von Paul Bocuse in Lyon. Seinen Durchbruch schaffte er ab 1971 im Münchner Restaurant Tantris.
Er war der Erste in Deutschland – ausgerechnet ein Österreicher –, der 1979 drei Sterne im Michelin bekam. Für sein Münchner Restaurant Aubergine, das er nur ein Jahr zuvor eröffnet hatte. Vom Gault Millau wurde er zum „Koch des Jahrhunderts“ ernannt. Ein Titel, den weltweit nur drei weitere Köche tragen dürfen. Sein Restaurant „Aubergine“ wurde zur Legende und seine Kochbücher zu Bestsellern.
Witzigmann sorgte dafür, dass auf seiner Speisekarte neben Gänseleber, Kaviar und Wachtelbrüstchen auch Deftiges vorkam, viel Gemüse, regionale Einflüsse. Er hat die deutsche Küche verändert, indem er exquisite Zutaten mit heimischen Produkten kombinierte. Hinzu kommt sein einzigartiges Gespür für Geschmack. Doch Witzigmann sagt mit sturer Bescheidenheit: „Der Star ist das Produkt.“
Witzigmann ist auch Patron des Restaurants Ikarus im Salzburger Hangar-7, in dem er jeden Monat einen anderen internationalen Topköche als Gäste verpflichtet.
Der Begriff "Erlebnisgastronomie" ist in Österreich eher übel beleumundet. Viele sagen zu Recht. Wenn der Gast merkt, dass bemüht originelles Drumherum wichtiger genommen wird als die Qualität des Essens, wird er das "Erlebnis" zwar als "einmalig" empfinden, aber eher in dem Sinn, diese Gaststätte sicher kein zweites Mal besuchen zu wollen.